Recorte de prensa Gofio La Molineta

“Innovation – der Schlüssel zum Erfolg für Gofio La Molineta“

In der Wochenendausgabe vom 26. und 27. Januar 2013 der Zeitung Cinco Días erschien folgender Artikel über uns von María Jesús Lillo:

Das Unternehmen La Molineta setzt auf internationale Märkte und vielfältige Produkte

Tradition und Innovation sind die beiden zutreffendsten Attribute für Gofio La Molineta. Das 150 Jahre alte Familienunternehmen plant nach seinen positiven Erfahrungen auf den europäischen und US-amerikanischen Märkten den Export seiner Produkte nach Japan.

Harte Arbeit, Tradition und Entschlossenheit – das sind die Tugenden, mit denen sich Gofio La Molineta seit fast zwei Jahrhunderten der sorgfältigen Weiterverarbeitung zahlreicher Getreidesorten widmet. Dank seiner Hingabe konnte das Familienunternehmen im Laufe der Zeit nicht nur die Probleme im Zuge des demografischen Wandels bewältigen, sondern sich darüber hinaus auch auf dem internationalen Markt etablieren, womit es zu einer Art Paradebeispiel für diejenigen kanarischen Unternehmen geworden ist, die ihr Glück ebenfalls auf den internationalen Märkten suchen.

Das Verfahren zur Herstellung von Gofio hat sich seit Jahrhunderten nicht verändert. Einige der Steine zum Mahlen des Getreides sind mehr als 150 Jahre alt, und die Mühle beherbergt in ihren dicken Wänden heute die Geschichte eines Unternehmens, das bereits mehrere US-Bundesstaaten und einige europäische Länder (unter anderem Deutschland) erobert hat, und jetzt sogar auf den japanischen Markt drängt.

José Luis García ist Müller in der fünften Generation. 1866 nahm die Mühle ihren Betrieb auf, und schon damals war die Familie für ihre Innovationsfreude bekannt. „Die erste Mühle, die wir konstruierten, hatte zwölf statt der damals üblichen vier Flügel. Außerdem konnte sie in ihrem Inneren um 360 Grad gedreht werden, was ebenfalls eine Neuerung darstellte. Das System war so revolutionär, das es von den Holländern kopiert wurde“, erklärt García, der das Handwerk von seinem Vater und seinem Großvater erlernte.

„Jeder von uns hat etwas Neues eingeführt. Dadurch, dass wir uns schon immer an die jeweilige Situation angepasst haben, können wir diese Tradition auch nach zwei Jahrhunderten noch fortführen. Mein Großvater brachte das erste Stromkabel in die Mühle, und mein Vater die ersten automatischen Verpackungsmaschinen.“

Der innovative Ansatz von José Luis García besteht in der Internationalisierung des Geschäfts sowie in der Entwicklung neuer Produkte. „Es begann mit der Teilnahme an Nahrungsmittelmessen. Dort erkannten wir zum ersten Mal das wahre Potenzial unserer Produkte.“

Aufgrund dieser Erkenntnis ließ das Unternehmen eine Marktstudie in Miami durchführen, um die Möglichkeiten für den Export des Produkts abzuwägen. „Es vergingen einige Jahre, bis wir diese Idee umsetzen konnten, aber heute verkaufen wir unsere Produkte in mehr als 48 Verkaufsstellen in ganz Florida. Von Anfang an arbeiteten wir dabei eng mit der US-amerikanischen Lebensmittel­überwachungs­behörde FDA zusammen, sodass wir unsere Produkte von Alaska bis nach Puerto Rico exportieren können. Im Moment analysieren wir die Möglichkeiten zur Erschließung weiterer Märkte in den USA.“

Die Produktvielfältigkeit ist eine der wesentlichen Vorteile von Gofio La Molineta im Hinblick auf das Exportgeschäft. „Die Geschmäcker unterscheiden sich von Region zu Region. Aus diesem Grund bieten wir auch verschiedene Sorten an, wie etwa Weizen-Gofio, Mais-Gofio oder gemischten Gofio mit unterschiedlichen Röstgraden. Darüber hinaus produzieren wir Kichererbsen-Gofio, 3-Korn-Gofio, der sich übrigens hervorragend als Babynahrung eignet, 7-Korn-Gofio …“

Neben der Vielfältigkeit spielt bei der Produktpositionierung auch die Art der Vermarktung eine wichtige Rolle. „Unser Gofio ist ein unverkennbares und qualitativ hochwertiges Produkt, das wir auf den Kanaren nicht in großen Supermärkten sondern in kleineren Geschäften anbieten. Dadurch sind unsere Mitarbeiter in der Lage, alle Verkaufsstellen zu überwachen und das Image der Marke zu pflegen. Auf dem spanischen Festland vermarkten wir unsere Produkte über das Internet, während der Verkauf in Deutschland über kleine Geschäfte direkt an den Endkunden erfolgt. In den USA wird unser Gofio von einem Großhändler vertrieben, und auf so ein ähnliches System wollen wir auch in Japan zurückgreifen.“

Gegenwärtig verfügt das Unternehmen über sieben Direktangestellte und einige indirekt Beschäftigte in den Vertriebs- und Transportunternehmen. Trotz aller guten Nachrichten blieb auch Gofio La Molineta nicht von der Krise unberührt, die viele Unternehmen auf den Inseln zur Aufgabe gezwungen hat. „Gofio ist ein saisonales Produkt. Es wird zwar das ganze Jahr über produziert, aber ein Großteil davon wird im Winter verzehrt, wenn es als Bestandteil vieler Gerichte genutzt wird, und nicht nur zum Frühstück, wie im Sommer etwa. Und da es im letzten Winter nicht sehr kalt war, gingen die Verkaufszahlen zurück“, erklärt José Luis García.

Die letzte ausführliche Untersuchung aus dem Jahr 2010 ergab, dass der Konsum von Gofio auf den Kanarischen Inseln mehr als sieben Millionen Kilogramm betrug. Gegenwärtig gibt es auf den Kanaren 39 Mühlen, von denen der Großteil als Kleinstunternehmen geführt wird, während nur wenige industriell produzieren.

Der Sektor bietet etwa 500 Menschen auf den Inseln direkt oder indirekt Arbeit. Das Problem ist aber, dass viele kleine Unternehmen Probleme haben, die Bestimmungen der spanischen und europäischen Institutionen zu erfüllen. Aus diesem Grund ist es den Produzenten auf den Kanaren ein wichtiges Anliegen, dass die EU ihrem Antrag auf die geschützte geografische Angabe „ Gofio Canario“ endlich stattgibt.

„Wir stehen vor einigen schwierigen Aufgaben. Das größte Problem ist der Generationswechsel, der in unserem Unternehmen zum Glück reibungslos vonstattenging, manchen Mühlen aber schwer zu schaffen macht. Hinzu kommt der bürokratische Aufwand für bestimmte Initiativen. Auch der handwerkliche Charakter der Gofio-Produktion ist problematisch, da dadurch oftmals Neuinvestitionen und Innovationen verhindert werden“, erklärt García, der aber die Hoffnung nicht aufgibt, dass diese Tradition weitergeführt wird.

Geschützte geografische Angabe

In einer der neuesten Initiativen der kanarischen Produzenten wurde die geschützte geografische Angabe „ Gofio Canario“ beantragt. Das spanische Landwirtschaftsministerium hat diesem Antrag bereits zugestimmt und die Anfrage an die Europäische Union weitergeleitet. Obwohl die Entscheidung der EU darüber noch aussteht, sind die Erwartungen recht positiv.

Diese Anerkennung, die bereits für die kanarische Banane, die alte kanarische Kartoffel und den Honig von Teneriffa bestätigt wurde, funktioniert wie eine Art Qualitätssiegel für das entsprechende Produkt. Wird dem Antrag von der Europäischen Union stattgegeben, tritt ein europaweiter Schutz vor unlauterem Wettbewerb und möglichen Fälschungen in Kraft.

Im Grunde bedeutet diese Herkunftsbezeichnung, dass die Produkte, die auf den Kanarischen Inseln unter Berücksichtigung bestimmter Bedingungen hergestellt werden, diese Auszeichnung erhalten und als Produkt der Kanaren vermarktet werden dürfen. Außerdem verleiht sie dem Verbraucher die Gewissheit, dass er ein Produkt mit zertifizierter Herkunft und Qualität in den Händen hält. Einer der wichtigsten Aspekte dieser Herkunftsbezeichnung ist laut kanarischer Landwirtschaftsbehörde allerdings die Erschaffung einer Kollektivmarke, die das Image des Produkts mit der Region verbindet.

Die geschützte geografische Angabe und die geschützte Ursprungsbezeichnung kennzeichnen eine Region, einen bestimmten Ort oder, in bestimmten Fällen, ein Land, aus dem ein Landwirtschafts- oder Nahrungsmittelprodukt stammt.

Die damit gekennzeichneten Marken stehen unter dem Schutz der Gemeinschaftsbestimmungen und werden als hochqualitative Nahrungsmittel europaweit anerkannt.

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